Tipp für weniger Konfliktpotential in der Kommunikation

Aktualisiert: Apr 11


In diesem Beitrag findest du einen Tipp, wie du mit einer kleinen Veränderung in deiner Kommunikation Positives bewirken kannst.

Oft fragen sich die Beteiligten eines Streits, was im Streitgespräch dazu beigetragen hat, dass es zur Eskalation gekommen ist.


Einen wichtigen Teilaspekt dazu findest du in diesem Beitrag.

Es handelt sich dabei um ZWEI kurze Worte, die du gegeneinander austauscht.

Diese entscheiden häufig darüber, wie sich eine Gesprächssituation entwickelt - in Richtung Lösung, oder (weiter) in Richtung Eskalation.

Du brauchst keine Sorge zu haben, dass du durch diese kleine Veränderung nicht mehr du selbst wärst, oder dich verstellen müsstest. Du hast nämlich beide Wörter ohnehin in deinem Wortschatz und verwendest sie regelmäßig.

Die Wörter, von denen ich spreche lauten "ABER + UND".

Jetzt fragst du dich vielleicht, wie diese beiden Wörter eine große Veränderung bewirken können?!

Ich gebe dir ein Beispiel.


Sprich dir folgende beiden Sätze einmal laut vor:


  1. Heute scheint die Sonne ABER morgen wird es regnen.

  2. Heute scheint die Sonne UND morgen wird es regnen.

Was passiert in diesen Sätzen mit den Satzteilen jeweils vor und nach den Worten "ABER" + „UND"?

Im ersten Satz wertet das Wort ABER automatisch den ersten Satzteil ab und legt den Fokus auf das vermeintlich Negative, nämlich den Regen, welcher allerdings erst durch das Wort ABER zu dem vermeintlich Negativen gemacht wird.

Im zweiten Satz wird anstatt des Wortes "ABER", das Wort "UND" verwendet.

Wenn du dir diesen Satz noch einmal laut vorsprichst, wirst du merken, dass dadurch der erste Satzteil nicht abgewertet wird und eine gewisse Neutralität zwischen den beiden Satzteilen entsteht.

Genau nach diesem Prinzip kannst du in Zukunft bewusst in deiner Kommunikation handeln.

Wenn du dich z.B. in einer Situation befindest, in der das Gespräch schon etwas hitziger von statten geht, kannst du die Lage dadurch mildern.

Ein Beispiel, welches im Alltag stattfinden könnte:

  1. Ja, du hast den Müll rausgetragen ABER ich habe den Geschirrspüler gemacht.

  2. Ja, du hast den Müll rausgetragen UND ich habe den Geschirrspüler gemacht.

Hier erkennst du wieder die selbe Dynamik:


Im ersten Satz wird die Leistung des anderen durch das Wort "ABER" automatisch eher abgewertet und der Fokus ausschließlich auf die eigene Leistung gelegt.

Ein Gesprächspartner würde sich in dieser Situation wahrscheinlich distanzieren und das Gespräch würde sich eher in Richtung Eskalation bewegen.


Im zweiten Satz stellst du durch das Wort "UND" eine Ausgeglichenheit her und würdigst sowohl die Leistung des anderen, als auch deine eigene.

Wenn du dich und deine Gespräche im Alltag beobachtest, wirst du bemerken, wie oft diese beiden Worte darüber entscheiden, ob du dich in dem was du tust wertgeschätzt fühlst, oder nicht.

Wir müssen nicht immer die Riesenschritte setzen, um das Zusammenleben mit anderen Menschen harmonischer zu gestalten. Oft sind es die vermeintlich kleinen Dinge, die zu großen Veränderungen führen.
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